«Musik heilt, Musik tröstet, Musik bringt Freude.»
— Lord Yehudi Menuhin

Lotte Schwarz

Lotte Schwarz wurde am 13. Mai 1921 geboren. Sie entstammte einer Ärztefamilie - der Vater, Prof. Julius Baer, war einer der ersten Mediziner, der mit Insulin experimentiert hatte; die Mutter, Olga Aaron, war ebenfalls Ärztin. Sie wuchs in ihrer Geburtsstadt Frankfurt am Main bis zur notwendigen Emigration nach Palästina auf. Während des Krieges lernte und arbeitete sie in einem englischen Krankenhaus.

Nach Kriegsende nahm sie die erste Möglichkeit wahr, um zu den Eltern zurückzukehren, die aber tragischerweise inzwischen beide verstorben waren. In Palästina ging sie eine kurze Ehe mit Herrn Schwarz ein, dessen Name sie beibehielt. Die Fünfziger- und Sechzigerjahre verbrachte sie in Berlin, wo sie in einer zwanzigjährigen Partnerschaft mit Hans Gröber lebte. Nach dem Tode des deutschen Kaufmanns im Jahr 1983 widmete sie sich dem medizinischen und künstlerischen Mäzenatentum.

Diese Tätigkeit wurde in ihren letzten 18 Lebensjahren intensiviert durch die Bekanntschaft und spätere Heirat mit dem Dirigenten, Komponisten und Musikwissenschaftler Graziano Mandozzi.

Ihre Grosszügigkeit zeigte sich nicht nur in ihren zahlreichen finanziellen Zuwendungen. Sie war auch stets eine geschätzte Gesprächspartnerin in wissenschaftlichen, intellektuellen und künstlerischen Kreisen.

Vorzugsweise aber hatte sie viel Umgang mit jungen Menschen: ihre Ratschläge, die manchmal auch direkt und hinterfragend kritisch sein konnten, wurden immer sehr dankbar angenommen. Den Rat von Sir Yehudi Menuhin, den sie aus ihrer Londoner Zeit kannte ("um jung zu bleiben, muss man den Kontakt mit jungen Menschen pflegen"), befolgte sie bis in die letzten Wochen ihres Lebens ...

Bildergalerie

Lotte Schwarz  war eine grossartige Kunstkennerin mit Weitblick, Idealismus, Grosszügigkeit und herzlicher Freude an den jungen Musikerinnen und Musiker. Sie finanzierte die PODIUM Konzerte seit Beginn 2003 bis zum Jahr 2020.